TA 1: Der Internationale Warn- und Alarmplan für den Neman/ Nemunas (IWAN) legt die Kriterien und den Mechanismus für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei möglichen Industrieunfällen der Neman/Nemunas- Anliegerstaaten Weißrussland, Litauen und Russland fest. Die Erarbeitung des IWAN basierte auf den Internationalen Plänen zum Schutz von Elbe, Rhein und Donau sowie dem Notification System der UNECE- Industrieunfall- Konvention.
Die Projektbeteiligten erarbeiteten ein standardisiertes Vorgehen für die Alarmweiterleitung, Formblätter für die verschiedenen Meldestufen (Frühwarnung, Informationsbericht, Entwarnung und Hilfeersuchen) sowie emissions- und immissionsorientierte Alarmkriterien.
Der Internationale Warn- und Alarmplan fördert nicht zuletzt das gegenseitige Vertrauen unter den drei beteiligten Ländern und unterstützt die laufenden Bemühungen zum Abschluss einer trilateralen Vereinbarung zum Schutz des Neman/ Nemunas und zur Gründung einer Internationalen Kommission zum Schutz des Neman/ Nemunas. Im Sinne der Nachhaltigkeit der Projektergebnisse sowie der Weiterentwicklung des Internationalen Warn- und Alarmplanes Neman, wurde die Bildung einer Ständigen Arbeitsgruppe für Vorsorge sowie ein Warn- und Alarmsystem für unfallbedingte Gewässerbelastungen im Einzugsgebiet des Neman/ Nemunas (SAG WuAPN) angeregt. Die „Ständige Arbeitsgruppe“ soll die Weiterentwicklung des IWAN begleiten und kann einen Kristallisationskern für die zukünftige IKSN bilden. Aus Mitgliedern den Projektlenkungsgruppe konstituierte sich eine Expertengruppe, die die Aufgaben der SAG bis zum Abschluss der trilateralen Vereinbarung zum Schutz des Neman/ Nemunas wahrnimmt.